Veranstaltungsreihe gegen das Vergessen und für eine antifaschistische Geschichtspolitik Die Veranstaltungsreihe ist dem Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus gewidmet. Sie nicht zu vergessen, begreifen wir als zentrale Aufgabe eines emanzipatorischen Antifaschismus. Am 27. Januar …
der Sozialistischen Jugend – Die Falken / Bezirk Hannover
Esther im Rahmen der Feier: „70 Jahre Befreiung vom Faschismus“ bei der Kommunistesch Partei Lëtzebuerg. Foto: Jwh, Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 lu Edit: GGS/SJD-Die Falken-Nordniedersachsen
Am frühen Morgen des 10. Juli 2021 starb Esther Bejarano in Hamburg. Die Überlebende des KZ Auschwitz-Birkenau, die aktive Antifaschistin, Ehrenvorsitzende der VVN-BdA, Vorsitzende des Auschwitz-Komitees Deutschland und Zeugin ihrer Zeit wurde 96 Jahre alt. Noch im hohen Alter engagierte sie sich politisch, war Mahnerin, Aufklärerin, Hoffnungsgeberin und humorvolle Optimistin. Wir trauern gemeinsam mit ihrer Familie, um einen großartigen, mutigen und unerschütterlichen Menschen. Ihr Wirken lebt in uns fort.
Esther wurde am 15. Dezember 1924 als Esther Loewy in Saarlouis geboren. Ihr Vater war jüdischer Lehrer und Kantor. Ihre Eltern wurden 1941 von den Nazis in Litauen umgebracht, sie selbst musste in einem Lager Zwangsarbeit leisten, bevor sie Anfang 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert wurde. Esther berichtete, dass sie nur überlebte, weil sie im Mädchenorchester des Lagers Akkordeon spielte: „Die SS befahl uns, am Tor zu stehen und zu spielen, wenn neue Transporte ankamen in Zügen, in denen unzählige jüdische Menschen aus allen Teilen Europas saßen, die auf den Gleisen fuhren, die bis zu den Gaskammern verlegt wurden und die alle vergast wurden. Die Menschen winkten uns zu, sie dachten sicher, wo die Musik spielt, kann es ja nicht so schlimm sein. Das war die Taktik der Nazis. Sie wollten, dass all die Menschen ohne Kampf in den Tod gehen.“
Heraus zum ersten Mai für gute und sinnstiftende Arbeit, für Solidarität, ein schönes Leben und für das Soziale. Gemeinsam kämpfen wir für eine Welt ohne auf ein Profit angewiesenes, für die Abschaffung eines zum Ersticken privatisiertes Gesundheitssystem, gegen Krieg, Ausbeutung und Gewalt, gegen Rassismus und Sexismus, Klimawandel und Umweltzerstörung.
An diesem 1.Mai 2021 gestaltet es sich so, dass die multiplen Krisen unserer Zeit, ein mangelhaftes Sozialsystem, das Außeinanderdriften von Arm und Reich, schlecht oder gar nicht bezahlter Care-Arbeit, der extremere Rechtsruck durch die ganze Gesellschaft, Neoliberalismus und Klimakrise, besonders auf den Schultern der Arbeiter:innen von Heute liegen. Die Arbeiter:innen von heute stehen zwar nicht mehr nur in Großfabriken, doch schwere körperliche Arbeit geschieht auch in Altenheimen, Krankenhäusern, Einrichtungen der sozialen Arbeit oder im Rettungsdienst. Und auch heute, vielleicht extremer denn je, mangelt es an Entlastung, fairer Bezahlung und Ausgleich. 12-Stunden-Schichten in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sind durch Corona-Verordnungen plötzlich bitterer Alltag und viele Arbeiter:innen haben heute vermutlich weder die Zeit, noch die Kraft oder Energie noch in ihrer nicht-Lohnarbeitszeit auf den Straßen, in Gewerkschaften, in Parlamenten für bessere, faire und menschenwürdige Arbeit zu kämpfen. Trauriger Arbeiter:innenkampftag. Nach der 12-Stunden-Schicht warten ungeklärte Wohnverhältnisse, weil steigende Mieten, mangelnde Betreuung eigener Kinder, da schon seit Jahren bei Bildungs- und Freizeitinvestition gespart wird. Stattdessen kommt die tägliche Außeinandersetzung mit Krankenhäusern, die, um maximale Gewinnprofite zu erwirtschaften, mitten in der Gesundheitskrise kostenlose Tests für Kreuzfahrtreisende anbieten, weil die Kreuzfahrtlobby spendabel gewesen ist. Private Autohersteller, die erst durch staatliche Investitionen gestützt wurden und am Ende des Quartals die Rendite für ihre Aktionär:innen erhöhen oder Politiker:innen, die sich mit schmutzigen Hinterzimmerdeals einige Hundertausendeuro reicher machen. Das ist gesellschaftliche und politische Realität, das sind Verhältnisse, die wir zum Stürzen bringen wollen!
Unsere Antworten lauten daher:
EInführung und Einhaltung der 30-Stunde-Woche bei vollem Lohn und Personalausgleich
Gleiches auch für Schüler:innen: Maximal 20 Stunden in der Woche für formale Bildung – stattdessen mehr Raum für informellen Bildung– in Jugendverbänden, Cliquen, etc.
Schluss mit der neoliberalen Weltdeutung, dass alles messbar und quantifizierbar sei. Jugendarbeit ist nicht quantifizierbar!
Verstaatlichung des Sozial- und Gesundheitswesens
Bundesweiter Mietendeckel und Verbesserung der Wohnverhältnisse durch sozialen Wohnungsbau
Mehr Investitionen in sinnvolle Bildung; kein Geld für Rüstung
freie und höhere Förderung der Jugendverbandsarbeit
konsequenter Antifaschismus, nie wieder Faschismus
Gemeinsam mit dem Jugendbündnis Hannover, gemeinsam mit den Gewerkschaften, mit den Gruppen der Arbeiter:innenbewegung und vielen weiteren, kämpfen wir für mehr Sozialismus und einen besseren Umgang mit den gegenwärtigen Krisen.
Wir werden, selbstverständlich unter Auflagen aller Coronaregeln, gemeinsam am internationalen Arbeiter:innenkampftag auf den Straßen demonstrieren und an den Kundgebungen mit Abstand und Maske um 11:00 Uhr am Goseriedeplatz und 18 Uhr am Weißekreuzplatz teilnehmen.
In dieser Veranstaltungsreihe möchten wir uns den verschiedenen Facetten des Antisemitismus widmen. Was ist Antisemitismus eigentlich und welche Formen gibt es? Wie haben sich diese historisch entwickelt und wie zeigt sich Antisemitismus heute? Wie hängt Antisemitismus mit andere Diskriminierungsformen zusammen? Was können wir gegen Antisemitismus machen und was muss passieren, um Antisemitismus wirksam zu bekämpfen?
Auf diese und weitere Fragen wollen wir in mehreren Veranstaltungen im kommenden Jahr Antworten suchen und finden. Gemeinsam mit euch wollen wir uns fortbilden, Grundlagen lernen und uns gerne über Fragen austauschen die ihr mitbringt. Wir freuen uns über eure Teilnahme. Meldet euch für die Veranstaltungen einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.
“Einführung zum israelbezogenen Antisemitismus: Zwischen Nationalstaatenkritik und Umwegskommunikation.”
In diesem Workshop widmen wir uns dem israelbezogenen Antisemitismus aus rassismuskritischer Perspektive und bilden uns gemeinsam fort. Wir schauen uns zwei Methoden an, um israelbezogenen Antisemitismus gegebenenfalls leichter zu erkennen. Zudem möchten wir mit euch über Handlungsoptionen ins Gespräch kommen. In Anbetracht der aktuellen und häufiger gewalttätigen antisemitischen Anschläge, ob Halle oder Hamburg, ist es umso wichtiger, dass wir uns als politische Linke gegen jeden Antisemitismus positionieren. Hierfür möchten wir eine Wissensgrundlage schaffen. Diese Einführungsveranstaltung bildet zugleich den Auftakt für unsere Veranstaltungsreihe “Facetten des Antisemitismus früher und heute”.
Wir freuen uns über eure Teilnahme am 8. April um 19 Uhr. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.
Zusammenhänge von Antifeminismus und Antisemitismus
In der neuen Rechten geben sich Antifeminismus und Antisemitismus die Hand. So ist es nicht überraschend, dass führende Rechte wie Attila Hildmann oder Martin Sellner von der Identitären Bewegung einem alten Bild heroischer dominanter Männlichkeit anhängen und gleichzeitig antisemitische Verschwörungsmythen verbreiten.
Doch wie hängen Antifeminismus und Antisemitismus genau zusammen? Wo liegen die Gefahren und wie haben sie sich historisch entwickelt?
Diesen Zusammenhängen möchten wir mit Rebecca Morsch von der Grünen Jugend am 27.05.2021 um 19 Uhr nachgehen. Nach Rebeccas Input wird es viel Zeit für Nachfragen und Diskussion geben. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.
“Verdrängte Geschichte, komplexe Gegenwart – Widerstände für queere Jüd*innen”
Jüdisch. Das steht für viele für Tradition, für einen Gegensatz zur modernen Queer-Community. Queer & jüdisch, zusammen undenkbar? Nein, dass es queere Jüd*innen in Israel gibt, vor allem Tel Aviv, zeigt dass nicht-heteronormative Lebensentwürfe mit dem Judentum zusammen einhergehen. Aber: Queere Jüd*innen sind Widerständen ausgesetzt. In einer antisemitischen und heteronormativen Welt sind sie vielfach Hass ausgesetzt und in der Geschichte kommen sie kaum vor. Die Biographien queerer Menschen werden geleugnet, umgedichtet und die von Jüd*innen auf das Motiv jüdischer Opfer im Holocaust verengt. Beides hat mit Verdrängung zu tun.
Aber was genau wird verdrängt? Warum erzählt man ihre Geschichten so ungerne? Und: Gibt es einen Zusammenhang zu den Protesten von Querdenken & Co?
Antworten zu finden ist nicht einfach. Dennoch versuchen wir gemeinsam mit Monty Ott am 4. Mai um 18:00 Uhr einige zu finden. Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Antisemitismus früher und heute“ statt.
Noch Offen:
“Im Gespräch mit Elke Gryglewski zu Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit”
Mit einem Impulsvortrag von Elke Gryglewski, Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und anschließender Diskussion.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit eine Rolle spielt und zutage tritt. Die letzten Jahre sogenannten „Rechtsrucks“ mit einer rechtsextremen Partei in den Parlamenten, rechten Großdemonstrationen und den Corona-Leugner-Protesten mit zunehmenden verschwörungsideologischem Potential sind sicherlich nicht spurlos an der Gedenkstättenarbeit vorüber gegangen. Welche Herausforderungen ergeben sich aus dieser politischen Entwicklung für die Gedenkstättenpädagogik? Welche politische Verantwortung tragen Gedenkstätten und Träger*innen der Erinnerungskultur? Über diese Fragen möchten wir gerne mit Elke Gryglewski ins Gespräch kommen.
Meldet euch hierfür einfach unter info@falken-hannover.de (Betreff Antisem-Workshop) an.
Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Facetten des Antisemitismus früher und heute“ statt.
Am internationalen Feministischen Kampftag haben, wir wie in jedem Jahr, am Grab von Orli Wald auf dem Engesohder Friedhof rote Nelken niedergelegt.
Die Veranstaltung zum Gedenken an Orli Wald war wie bereits in den letzten Jahren eine Kooperation mit der Otto-Brenner-Akademie.
Trotz Corona musste diese Gedenkfeier nicht ausfallen. Wir waren für eine Stunde vor Ort und jede*r konnte zum Gedenken vorbei kommen. So war genügend Platz um Abstand zu halten.
Als Mitglied des Kommunistischen Jugendverbandes 1936 vom ersten Ehemann Fritz Reichert denunziert und daraufhin verhaftet, wurde Orli Wald trotz Verbüßung der Haftstrafe 1940 ins KZ Ravensbrück und 1942 ins KZ Auschwitz eingeliefert. Aufgrund ihrer selbstlosen Hilfe und ihres mutigen Einsatzes für die Häftlinge wurde sie dort als „Engel von Auschwitz“ bezeichnet.
Ihr sucht neue Herausforderungen, wollt im Zeltlager teamen, Seminare organisieren, eine Kinder- oder Jugendgruppe aufbauen und seid mindestens 15 Jahre alt? Dann macht die JugendgruppenLeiter*innenCard, kurz: JuLeiCa. Dabei erfahrt Ihr, was ein Team braucht, um ein gutes Team zu sein. Ihr lernt, worauf ihr achten müsst: Von A wie Aufsichtspflicht bis Z wie Zeltaufbau. Wir werden gemeinsam spielen, ausprobieren und diskutieren. Näheres könnt ihr dem Flyer entnehmen.
Unsere Sommerzeltlager 2021 gehen für Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre nach Amelinghausen und für Jugendliche und junge Erwachsene ab 16 Jahren vom 24.07.-01.08. auf die Nordseeinsel Föhr!
Für mehr Infos und Anmeldebögen, meldet euch gerne unter info@falken-hannover.de
meldet euch an, wenn ihr an der MV in Himbergen digital teilnehmen möchtet!
Liebe Genossìnnen,
anbei erhaltet ihr unsere Einladung und einen vorläufigen Ablaufplan zu unserer ersten Bezirks-Mitgliederversammlung (früher Bezirkskonferenz) vom 04.-06. Juni 2021.
Es liegt auch die im letzten Jahr beschlossene Satzung des Bezirksverbandes bei. Hier könnt ihr noch einmal nachschlagen, was sich verändert hat, bzw. wie unsere Mitgliederversammlung strukturiert ist.
Wir freuen uns über zahlreiche Anmeldungen und Anregungen zur Mitgliederversammlung.
In diesem Jahr geht der lebendige Adventskalender des Stadtteilzentums Lister Turm, an dem wir uns wieder tatkräftig beteiligen, an die Leine. Jeden Tag gibt es für Kinder dieses Stadtteils eine Überraschung an der Leine. Wir haben mit vielen Ideen zum Basteln, ausprobieren, zum Rätseln oder einfach nur zum Kreativ werden für diese Aktion beigetragen. Ihr könnt ja gern einmal vorbei schauen und euch ein Päckchen von der Leine mitnehmen.
Orte der Erinnerung
Ergebnisse einer Projektwoche zum Nationalsozialismus in Hannover
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