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Jung - Sozialistisch - Aktiv
...das sind wir, die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken. Wir sind ein bundesweit aktiver Kinder – und Jugendverband und du bist auf der Seite des Bezirksverbandes Hannover gelandet. Hier kriegst Du fast alles: Allgemeine Infos, Termine, Party und Politik, Bilder und vieles mehr... Also, viel Spaß beim surfen!
Donnerstag, 12. August 2010
Artikel in der Neuen Presse, vom Montag 02.08.2010 über das German-Cypriot Youth Exchange Programme vom 16.07. – 28.07.2010 in Deutschland

Die Redaktion der Neuen Presse hat den Text des Artikels redaktionell stark gekürzt, insbesondere hinsichtlich der Sachinformationen. Den ungekürzten Text stellt uns der Autor des Artikels, Philipp Schaper, nun für unsere Homepage zur Verfügung.
Zum Lesen des Artikels einfach auf den obigen Link klicken.
Dienstag, 10. August 2010
Deutschland 2010 – Vierter Austausch des German-Cypriot Youth Exchange Programme vom 16.07. - 28.07.2010

Von A wie Artistic bis P wie Perfect
„Zypern? Das ist doch diese griechische Insel wo man so schön Urlaub machen kann.“ So oder so ähnlich klingen die meisten Aussagen, fragt man jemanden auf der Straße nach Zypern. Und auch ich als Studentin der Sozialwissenschaften und selbsternannte weit gereiste Kosmopolitin muss zugeben, dass mir bis zur Teilnahme am Zypern-Arbeitskreis der Falken nicht bewusst gewesen ist, dass es fast zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung immer noch Länder in unserem ach so vereinten Europa gibt, die in sich geteilt sind. Dankenswerterweise hat es sich der Bezirksverband Hannover der SJD - Die Falken in Zusammenarbeit mit IKME (zyperngriechische Stiftung) und BILBAN (zyperntürkische Stiftung) auf die Fahnen geschrieben, gegen diese Unwissenheit anzugehen und für Aufklärung zu sorgen.
Entsprechend neugierig erwarteten wir unsere Gäste aus dem griechischzyprischen Süden und dem türkischzyprischen Norden Zyperns in unserer Hauptstadt, die zufälligerweise nicht nur Symbol der Teilung, sondern auch der Wiedervereinigung Deutschlands ist. Welche Bedeutung könnte diese Stadt demnach eines Tages für unsere Gäste besitzen? Wir waren gespannt.
Nach anfänglichem Beschnuppern wurde das Eis zwischen den „Deutschen“, „Nord-“ und „SüdzyprerInnen“ schneller gebrochen als erwartet. Nachdem sich jedeR TeilnehmerIn mit einem seinem/ihrem Anfangsbuchstaben entsprechenden Adjektiv vorgestellt hatte (unter anderem waren Magnificent Marianna, Unique Ulash und zur Freude aller Teilnehmerinnen Sexy Stefanos mit von der Partie), wurden in schierer Lichtgeschwindigkeit aus Fremden Freunde und auch alte Freundschaften wurden wieder belebt. Da eine gute Freundschaft sich auch durch Ehrlichkeit und Kritikfähigkeit auszeichnet, kam es durchaus zu kontroversen Diskussionen während der vielfältigen Workshops, wie beispielsweise beim Thema Vorurteile. Trotz der Fülle und Komplexität einiger Themen flammte keine Langeweile bei den TeilnehmerInnen auf und auch die schüchternen Fraktionen fanden einen Rahmen sich zu Wort zu melden. Gewährleistet wurde dies durch Anwendung interaktiver Methoden, wie die Aufführung von Theaterstücken oder eine inszenierte TV-Diskussionsrunde zum Bolognaprozess. Neben den vielen Seminaren unternahmen wir spannende Exkursionen: wir waren zum Beispiel im Reichstagsgebäude und haben Berlin sowohl durch politisch-historische Stadtführungen als auch durch eine Schiffsfahrt auf der Spree näher kennen gelernt. Zusätzlich bereichert wurde unser Programm durch die Besichtigung der Gedenkstätte Bergen Belsen. Diese machten wir gemeinsam mit einer muslimischen und christlichen Studierendengruppe aus Bosnien- Herzegowina (Mostar).
Nach den Gruppenarbeiten zur politischen Lage auf Zypern und zu künftigen Lösungschancen für den Konflikt wurden im Plenum wichtige Aspekte für eine bizonale und bikommunale Föderation ausgiebig diskutiert. In den nächsten Wochen soll daraus schließlich eine gemeinsam verfasste politische Erklärung (für alle Anglophilen = Declaration) entstehen, welche die politische Meinung und Forderungen der Projektteilnehmenden repräsentiert.
Die Debattierfreude während der Workshops hielt niemanden davon ab, abends in geselliger Runde das intensive und teilweise auch sehr kräftezehrende politische Tagesprogramm ausklingen zu lassen.
Das Einzige, was einige der TeilnehmerInnen dann doch aus der Fassung brachte, war das sowohl quantitativ als auch qualitativ schlechte Essen in einer Seminarunterkunft in Hannover. Doch das für jeden Notfall gewappnete Organisationsteam um Coskun, Stefanie, Dogukan und Orestis zeigte auch in dieser Stunde großer Not vollen Einsatz: Es stimmte die aufgrund des Hungers leicht gereizten Gäste mit Doughnutlieferungen und dem Besuch bei einer Fastfoodkette wieder zufrieden. Abgerundet wurde der kulinarische Noteinsatz mit einem leckeren Abendessen in der Nordstadtkneipe Cille. Da das leibliche Wohl der ZyprerInnen ganz oben auf der Prioritätenliste der GastgeberInnen stand, fühlten sich die Gäste im Schoße ihrer Gastfamilien pudelwohl und hätten gern noch mehr Zeit bei ihnen verbracht. Der krönende Abschluss des Austauschprogramms war der Besuch des Zirkus Roncalli am Abschiedsabend, der für viele ZyprerInnen die Erfüllung eines Kindheitstraumes war.
Dementsprechend tränenreich und dramatisch war schließlich der Abschied am Mittwoch. Nach 12-tägigem Diskutieren, Beisammensein und jeder Menge Spaß konnte und wollte niemand so richtig „Tschüß“ sagen. Stattdessen einigten wir uns schweren Herzens auf ein „auf Wiedersehen“ 2011 auf Zypern!
Und wem haben wir dies alles zu verdanken? Nicht nur das Leitungsduo Coskun Tözen und Stefanie Nakhal, die 24/7 im Einsatz waren und mit ihrer Begeisterung und Energie für dieses Projekt jedeN anfangs noch so skeptisch dreinblickendeN TeilnehmerIn ansteckten, waren kongenial. Auch die verschiedenen Stiftungen wie der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Stiftung Gedenken und Frieden - Stiftung Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sorgen mit ihren finanziellen Zuwendungen dafür, dass Projekte wie das German-Cypriot Youth Exchange Programme, die das Zusammenwachsen Europas im Blickfeld haben, überhaupt erst realisiert werden können. Dafür ein kollektives „Danke“, „Sagol" und „Efcharisto" im Namen von uns allen!
Maria Eggers, 10. August 2010.
Dienstag, 6. Juli 2010
Naziüberfall auf Falkentreff in Braunschweig

Wieder einmal sind die Falken zum Angriffsziel einer feigen Nazibande geworden. Am Montag, den 05.07.2010 hat eine Gruppe von Nazis versucht das Falkenzentrum SUB in Braunschweig zu stürmen!
Es grenzt an ein Wunder, dass niemand verletzt wurde. Immer wieder werden wir von Nazis angepöbelt und auch körperlich angegriffen, weil wir SozialistInnen sind. Wir betreiben sozialistische Erziehung, ausgerichtet an den Idealen Freiheit, Gleichheit und Solidarität. Wir sind InternationalistInnen, wir wissen, dass die Grenzen nicht zwischen den Völkern verlaufen, sondern zwischen Arm und Reich. Weil wir eine Gesellschaft anstreben in der Herkunft und Hautfarbe keine Rolle mehr spielen soll sind wir den Nazis ein Dorn im Auge. Wir erziehen Kinder und Jugendliche zur Freiheit und zur Demokratie. Auch das gefällt den Nazis nicht.
Aber wir werden nicht aufgeben! Die Vernichtung der Wurzeln des Faschismus bleibt unser Ziel! Wir solidarisieren uns mit den Genossinen und Genossen in Braunschweig. Ihr seid nicht alleine!
Freundschaft!
Wenn du auf die Überschrift klickst, kommst du zur Erklärung der braunschweiger Falken...
ACHTUNG: Heute, am 06.07.2010 findet um 19.00 Uhr ein Informationstreffen zur Naziattacke im Falkentreff SUB in Braunschweig, in der Kuhstr. 8 statt.
Dienstag, 22. Juni 2010
Sommer, Sonne, Zeltlager!

Bald geht es los! Ihr könnt schon einmal anfangen die ersten Sachen zu packen, denn am kommenden Samstag geht es auf große Fahrt!
Vom 26.06.-09.07.2010 geht es mit über 80 Kindern, Jugendlichen und HelferInnen nach Schleswig-Holstein. Unser Zeltlager steht unter dem Motto "Selber machen ist genial". Wir werden zwei Wochen lang jede Menge Spaß und Solidarität erleben.
Der Zeltplatz liegt mitten im Wald direkt am Mözener See. Wir wollen diesen -See mit Kanus oder selbst gebauten Flößen befahren. Jede/r kann Neues ausprobieren und Spannendes entdecken, denn "Wer die Welt verstehen und verändern will, muss sie erleben."
Mittwoch, 9. Juni 2010
Gute Bildung für alle!

Heute gingen in Hannover tausende SchülerInnen, Auszubildende und Studierende auf die Strasse! Auch wir Falken waren dabei!
Unsere grundsätzliche Kritik am herrschenden Bildungssystem, mit zunehmenden Leistungsdruck und ausgrenzendem Konkurrenzdenken bleibt nach wie vor bestehen. Die Abhängigkeit von Bildungschancen in dieser Gesellschaft bleibt leider abhängig vom Geldbeutel der Eltern. Das gilt es zu ändern!
Durch die jetzt geplanten Sparmaßnahmen der Bundesregierung wird die soziale und bildungspolitische Ausgrenzung von hunderttausenden Kindern und Jugendlichen aus ärmeren Verhältnissen noch weiter verstärkt. Aber für alle Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende hat sich die Situation zum Nachteil verändert.
Für eine freie und gerechte Bildung, für selbstorganisierte Bildungsräume sind wir auch bei der nächsten Demo dabei.
Wenn ihr auf die Überschrift klickt bekommt ihr ein schönes Foto aus der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung mit Falkenfahne an der Demospitze zu sehen. Da das Foto urheberrechtlich geschützt ist haben wir es verlinkt und nicht direkt hier eingebaut...
Donnerstag, 3. Juni 2010
Wenn sie kommen sind wir schon da! - Am Wochenende Nazis stoppen!

Am Freitag den 04.06.2010 hat der Hildesheimer Nazi Dieter Riefling kurzfristig eine Kundgebung auf dem Kröpcke in Hannover angemeldet. Morgen um 19.00 Uhr wollen sich mehrere hundert Nazis in Hannovers Innenstadt versammeln. Und am Samstag wollen Nazis aus ganz Deutschland dann in Hildesheim ihren "Tag der deutschen Zukunft" veranstalten.
Das werden wir nicht hinnehmen!
Wir begrüßen das vorläufige Verbot der Nazikundgebung in Hannover durch die Polizeidirektion. Doch wir wissen, dass durch Verbote die Nazis nicht wirksam bekämpft werden können! Darum rufen wir alle Hannoveraner und Hannoveraner auf sich an den Gegenaktivitäten zu beteiligen. Mit friedlichem Protest, z.B. durch Sitzblockaden lassen sich Naziaufmärsche verhindern! Der DGB hat für 18.00 Uhr mehrere Kundegebungen in der Innenstadt angemeldet!
Hannover bleibt rot!
Mehr Infos gibt es, wenn ihr auf die Überschrift klickt...
Montag, 24. Mai 2010
Offener Brief an die Volkshochschule Hannover und den Oberbürgermeister Stephan Weil, 21.05.2010
Sehr geehrter Herr Guttmann, lieber Stephan,
im Bezirksverband Hannover der Falken gibt es seit fast 20 Jahren einen Austausch mit jüdisch- und arabisch-israelischen Jugendlichen. Im Rahmen unseres Israel-Arbeitskreises haben wir uns mit der Ausstellung „Nakba“ beschäftigt, die zurzeit in der Volkshochschule Hannover läuft.
Wir bemühen uns in unserer Arbeit immer darum, die jüdische und die palästinensische Perspektive auf die Geschichte des Konflikts im Nahen Osten gleichberechtigt zu verstehen. Dabei ist es uns sehr wichtig, Begriffe reflektiert zu verwenden, denn Polarisation findet oft über Sprache statt.
Bei dem Besuch der Ausstellung waren wir verwundert, dass die Volkshochschule und die Stadt Hannover offensichtlich nicht denselben Anspruch an eine Ausstellung in ihren Räumlichkeiten haben. In der Ausstellungsankündigung im Flyer zum „Festival für Kultur und Politik in Palästina“ heißt es, dass das Ziel der Ausstellung sei, Verständnis für die Anliegen der vertriebenen Menschen aus dem Krieg von 1948 zu erzeugen. Weiter heißt es: „Verständnis erfordert zuallererst Wissen“. Nach dem Besuch der Ausstellung hatten wir aber nicht das Gefühl, ausgewogen informiert worden zu sein, da die Darstellung der Geschichte in unseren Augen sehr einseitig ist. Auch die verwendete Sprache schürt eher Konflikte, als dass sie Brücken baut. Um nur ein Beispiel zu nennen, wird die jüdische Bevölkerung im damaligen Palästina als „die Juden“ oder „die Zionisten“ bezeichnet und diese Begriffe werden synonym verwendet. Dass viele von ihnen Flüchtlinge des zweiten Weltkriegs waren und nicht nur aus zionistisch-politischer Weltanschauung nach Palästina auswanderten, geht in so einem Sprachgebrauch unter.
Bei uns blieb der Eindruck zurück, dass es das wahre Ziel der Ausstellung war, über Emotionen die Ausstellungsbesucher/innen zu einer einseitigen Positionierung im jüdisch-palästinensischen Konflikt zu bewegen. Von einer Ausstellung in einer Bildungseinrichtung der Stadt Hannover hätten wir mehr erwartet.
Mit sozialistischen Grüßen,
David Engelskirchen
(Für den Bezirksvorstand)
BesucherInnen heute: 15 - gesamt: 16318.







