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Presse

Dienstag, 3. März 2009
Betreiben auch wir Menschenhandel?

So scheint es, zumindest wenn man den Gesetzesentwurf der Bundesregierung ernst nimmt. - Pressemitteilung des Bundesverbandes der SJD - Die Falken.

Am Mittwoch, den 4. März 2009, berät das Bundeskabinett einen Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur Visa- Frage. Die Sozialistische Jugend Deutschlands möchte den Abgeordneten noch einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg geben: Wenn das „Gesetz zur Errichtung einer Visa-Einlader- und Warndatei“ verabschiedet wird, landet in einer zentralen Warndatei, wer regelmäßig mehr als fünf Gäste aus visapflichtigen Ländern nach Deutschland einlädt.

„Internationale Jugendbegegnung wird durch dieses Gesetz auf eine Stufe mit Menschenhandel gestellt“, fasst
Sven Frye, Bundesvorsitzender der SJD - Die Falken, den Entwurf zusammen. „Wer einen internationalen
Jugendaustausch organisiert oder daran teilnimmt, macht sich verdächtig.“

Verantwortliche in Jugendverbänden, die Begegnungen mit Gruppen aus visapflichtigen Ländern organisieren
oder Veranstaltungen planen, an denen Gäste aus unterschiedlichen Ländern teilnehmen, werden damit unter
den Generalverdacht krimineller Handlungen gestellt. Sie landen in einem zentralen Register, auf das neben Botschaften und Konsulaten auch Polizei, Zoll und Bundesnachrichtendienst sowie Arbeitsagenturen und Sozialämter zugreifen dürfen. Kinder, Jugendliche und ehrenamtliche JugendgruppenleiterInnen stehen in einer zentralen Datenbank neben Schleusern und Terroristen. Die SJD – Die Falken fordert Regierung und Parlament auf, das Gesetz in der vorliegenden Form nicht zu verabschieden.

„Organisationen aus dem Bereich des Kultur- und Jugendaustausches müssen ihre Arbeit wie bisher fortsetzen können, ohne verdächtigt zu werden“, unterstützt Tim Schrock, Internationaler Referent der SJD – Die Falken, die Forderung der Jugendverbände im Deutschen Bundesjugendring (DBJR). „In Rahmen dieser Begegnungen entstehen Freundschaften, die ein wichtiger Beitrag für Frieden und Völkerverständigung sind. Das darf nicht als Straftat gelten!“

Irritiert ist die SJD – Die Falken über den Gesetzentwurf auch deswegen, weil die Bundesregierung und der
Bundestag selbst den Jugendaustausch und internationale Begegnungen junger Menschen bisher inhaltlich
gefördert, ausdrücklich gewürdigt und auch finanziell unterstützt hat. Die Daten über geplante Jugendbegegnungen kann die Bundesregierung den vorliegenden Förderanträgen
entnehmen.

Für weitere Auskünfte über die internationale Arbeit der SJD – Die Falken steht Marion Kleinsorge im
Bundesbüro der SJD – Die Falken selbstverständlich gerne zu Verfügung.


Hintergrund:

Falkenarbeit ist international! Und das hat Tradition! Schon seit über 100 Jahren ist Internationalismus eine wichtige Säule der Arbeit des Kinder- und Jugendverbandes. Jährlich treffen tausende junge Menschen der SJD – Die Falken befreundete Organisationen aus anderen Ländern, organisieren gemeinsame Zeltlager und Gedenkstättenfahrten.
Weltweit pflegt die SJD – Die Falken intensive Kontakte mit zahlreichen Schwesterorganisationen in Argentinien
(Sinka, Asociacion Civil sin fines de lucro), Armenien (Armenian Youth Federation), Azerbaidschan (Social
democratic Youth), Belarus (MSD-Maladaya Hramada, Socialist Youth of Belarus-The Falcons, Amnesty International LGBT Network, Lambda Belarus), Belgien (MJS-Mouvement des Jeunes Socialistes, Animo, Holebifederatie), Bulgarien (Bulgarian Socialist Youth), Estland (Nooret Sotsiaaldemokraadid, "Diversity" , Frankreich (MJS-Mouvement des Jeunes Socialistes), Grossbritannien England (Woodcraft Folk), Irland (Irish Labour Youth, Irish Falcons, Labour LGBT), Israel (Hanoar Oved Vehalomed, Hashomer Hatzair, Hoshen, Young Meretz, Ayial), Italien (ArciGay), Kroatien (CSDY- Forum maldih SDP), Lambda (Tschechische Republik Pionyr, MSD-Mladi socialni domocrati), Lettland (Jaunie Vanagi, Jaunie Vanagi Liepaja, JSS- Jaunatnes
Socialdemokratiska Savieniba), Litauen (Lietuvos Sakaliuku Sajunga), Niederlande (Jongsocialisten in de PvdA), Norwegen (Framfylkingen, AUF), Österreich (Sozialistische Jugend Österreich, VsStÖ-Verband sozialistischer StudentInnen Österreich, Kinderfreunde-Rote Falken), Polen (FMS- Federacja Młodych Socjaldemokratów), Palästina (Independent Youth Forum, Independence Youth Union), Russland (League of
Russian Falcons, RSDSM-Russian Social Democratic Union of Youth), Schweden (SSU-Sveriges Socialdemokratiska Ungdomsförbund, Unga Örnar), Schweiz (JungsozialistInnen), Serbien (SDO-Socialdemocratic Youth in SDU), Slowakei (MSD-Mladi socialni domocrati), Slowenien (Mladi Forum), Spanien
(Juventudes Socialistas de Espana), Thailand (Khumpawapi Scouts), Ukraine (Ukrainian Falcons, SMS - Union of Socialist Youth) und Uruguay (Sinka, Asociacion Civil sin fines de lucro), Zypern und Nordzypern (IKME + BILBAN).

Donnerstag, 25. September 2008
Pressemitteilung Büro Gerd Andres (MdB)

August 2008

Donnerstag, 25. September 2008
Presseartikel zur deutsch-zypriotischen Jugendbegegnung 2008

Vom September 2008

Dienstag, 19. August 2008
Falken testen Spielplätze in Lüneburg

Am Wochenende 2./3. August konnten wir uns riesig freuen. Die Landeszeitung brachte einen ausführlichen, tollen Bericht zum Spielplatz-Test.

Freitag, 20. Juni 2008
Artikel zur Ablehnung unseres Projektantrags durch den Landespräventionsrat

Wir geben nicht auf. Siehe unsere Presseerklärung auf der Startseite...

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